Bioaddict



reportage

Vivre bio à Berlin ! Bio in Berlin !

 

10h15

Wir radeln in Richtung Prenzlauer Berg. Diese Ecke Berlins kann durchaus als Bio-Mekka der Stadt bezeichnet werden. Unsere Einkäufe erledigen wir am Wochenende vor allem auf dem Markt am Kollwitzplatz, wo zahlreiche Händler fast ausschließlich regionale Ware aus ökologischem Anbau anbieten. Unter der Woche kaufen wir aber auch gerne in einem der zahlreichen Bio-Supermärkte um den Senefelderplatz ein. Mit dem LPG Supermarkt kann der Prenzlauer Berg in Berlin unter anderem mit dem größten Bio-Supermarkt Europas aufwarten. Hier bleiben in Sachen Nahrungsmittel, Kosmetik und Haushalt für den Bio-Fan so gut wie keine Wünsche offen. Und wenn unsere WG am Ende des Monats knapp bei Kasse ist, greifen wir auch manchmal auf das mittlerweile reichhaltige Bio-Angebot der deutschen Discounter-Ketten wie Plus zurück. Diese bietet auch für Bio-Fans mit kleinem Geldbeutel die Möglichkeit, sich mit Bio-Produkten zu versorgen.

11h00

Wir treffen Markus und Sabrina, zwei Kommilitonen. Auch sie wollen das tolle Wetter genießen und ein bisschen spazieren gehen. Kein Problem in Berlin! Als grüne Metropole Europas verfügt das Stadtgebiet über mehr als 27% Grünfläche in Form von zahlreichen Parks, die ideal zum Flanieren und Sonne Tanken sind. Axel mag insbesondere den Volkspark Friedrichshain, der über die letzten Jahre zum Hotspot aller Altersklassen während der Sommertage geworden ist. Die Tatsache, dass der Natur so viel Platz eingeräumt wird, trägt entscheidend zur hohen Lebensqualität in der deutschen Hauptstadt bei.

11h30

Axel und Maria finden, dass ihr Kleiderschrank mal wieder etwas aufgestockt werden könnte. Also auf zum Shoppen! Wer bisher gedacht hat, dass sich die Bio-Bewegung nur auf Nahrungsmittel und Körperpflege beschränkt, der hat sich mächtig getäuscht. Gerade im Bereich Kleidung tut sich im Moment so einiges und Berlin ist kreatives Zentrum des Bio-Prêt-à-porter. Da wir gerade in der Nähe sind, ist die erste Station die Boutique "Wertvoll". Die hier erhältliche Öko-Mode tut Gutes, denn sie versüßt ihren Kunden den Alltag. Die Betreiber wollen mit ökologischer Bekleidung und fairen, nachhaltigen Produkten ein Zeichen im schnelllebigen Mode-Business setzen. Danach nimmt Maria Axel mit zu ihrem neuen Lieblingsladen: Der Belleville-Store. Dort hat es ihr besonders das peruanische Label "Misericordia" (www.misionmisericordia.com) angetan. Die Kleidungsstücke werden unter fairen Bedingungen hergestellt und sind mittlerweile in ganz Europa angesagt. Da ein Teil des Erlöses wieder nach Peru zurückfliest weiß Maria, dass sie mit dem Kauf nicht nur sich, sondern auch anderen etwas Gutes tut. Axel stechen sofort die Jeans der Marke "Kuyichi " ins Auge, die trotz ökologischer und fairer Herstellung keine Abstriche in Sachen Style und Modetrends machen. Läden wie diese, die die vielfältige, innovative und immer wieder überraschende Modeszene in Berlin prägen, haben der Stadt sogar zum UNESCO-Titel "Stadt des Designs" verholfen.